verschwommen/ verschwommene Gedanken

Gedanken, Gedanken die verschwommen sind, daran erinnert mich diese Bild momentan..

Kann man sich so die Gedanken eines Menschen vorstellen, der sein Gedächtnis verliert? Verschwommen, einfach alles verschwommen?

Oder unklar, trifft dieses Wort eher zu, als verschwommen?

Es scheint manchmal alles unklar zu sein, was ist richtig, was ist falsch, was war nun wahr oder doch bloß erfunden…. Eine Leere ist manchmal wirklich zu betrachten, eine Leere wenn derjenige nicht unterscheiden kann, und das zwischen den verschiedensten auch manchmal ganz simplen Dingen. Entscheidungen zu treffen scheint schwer.

Dieses Unklare- ist wohl wirklich sehr unscharf für meinen Vater.

verschwommene Gedanken

verschwommen…

Erinnerungen festhalten

Heute ein Tipp, der auch an uns weiter getragen worden ist.

Es handelt sich hierbei ganz simpel um Alben, beziehungsweise Fotoalben. Die Patienten schwelgen meist gerne in Erinnerungen, im Vergangenen, und warum nicht des Öfteren mal ein Fotobuch rausholen und den Patienten es genießen lassen?

 

Strand

Strand genießen

Schwierig wird es hierbei nur bei den neueren Ereignissen, hier könnten die Bilder aber vielleicht auch eine visuelle Stütze für die schon fast vergessenen Sachen werden und den Patienten in das ‚heute‘ zurückholen.

Festland vs. Insel

In einem früheren Beitrag erwähnte ich bereits diese Geschichte, die mir bereits vor einigen Jahren erzählt worden ist. Die Geschichte ist sehr bildlich gesprochen, weitere Gedanken dazu könnt ihr hier nachlesen. http://www.alzheimer-austausch.com/vergesslichkeit/

Diese Geschichte handelt von den Patienten, die an Alzheimer erkrankt sind, den Angehörigen und mein persönliches Empfinden dem Überbrücken dieser Distanz zwischen den beiden Parteien um eine Verbindung aufrechtzuerhalten. Als ein Mensch, der nicht an dieser Krankheit erkrankt ist, lebt man bildlich gesprochen auf dem Festland. Man hat weiterhin zu all seinen Leuten Kontakt, lebt sein Leben einfach weiter und bekommt alles weitere auch problemlos mit. Der Patient allerdings vergisst nicht nur Dinge, Geschehnisse, nein, sein Wesen verändert sich auch in den meisten Fällen. Man kommt dann wahrscheinlich nicht mehr so gut mit einigen Personen klar, man versteht nicht mehr die neusten Techniken und fühlt sich in unserem geschilderten Fall missverstanden.

Das Bild, welches ihr in diesem Beitrag seht, beschreibt die Lage ganz passend. Als nicht-Erkrankter lebt man auf dem Festland und driftet immer mehr ab. Dieses abkommen spiegelt sich in den Inseln wieder. Man ist in sich hineingekehrt oder könnte auch völlig ausrasten, man ist als Patient dann wohl manchmal auf dieser Insel und lebt in seiner ganz eigenen Welt. Vielleicht könnte man mit Gleichgesinnten einer anderen Insel Kontakt aufnehmen, aber gleich-Erkrankte findet man wohl nicht ganz so schnell. Die Angehörigen leben weiterhin auf dem Festland. Die Insel kann womöglich immer weiter weggetrieben werden. Dennoch möchte man dringend auch den Kontakt zu den Patienten aufnehmen. Durch Schiffe fährt der Patient nun dann auf das Festland und lebt dort auch. Nur manchmal und dann immer häufiger wohl gerät man auf die Insel zurück. Die Schiffe, bildlich gesprochen, sind meiner Meinung nach sehr wichtig. Sie helfen einen den Kontakt zu halten, weiterzuhelfen oder einfach an die guten alten Zeiten sich zu erinnern.

festland, insel, schiff als brücke